Illustration, Plakat und Bestseller-Titel aus dem derzeitigen französischen Präsidentschafts-Wahlkampf
Nicolas Sarkozy, der französische Innenminister und Präsidentschaftskandidat, hat einem deutschen Unternehmen zu unverhoffter Publizität verholfen. Als es im Juli 2005 in den Pariser Vororten zu gewalttätigen Protesten Jugendlicher aus Einwandererfamilien kam, hat er massenmedial verkündet, dass der Staat diese Vorstädte „mit dem Kärcher reinigen” werde. Gemeint waren die Hochdruckreiniger der deutschen Firma Kärcher. „Kärchern” nennt man so etwas inzwischen, auch in angelsächsischen Ländern. Haben Sie heute schon gekärchert?
Was unter manchen PR-Profis damals als möglicher PR-GAU angesehen wurde, hat sich, ganz im Gegenteil, als eine effektive Methode entpuppt, im kollektiven Bewusstsein einer Nation als führende Marke einer Produktgattung verankert zu werden. Wenige Wochen später war Kärcher, diesmal auf Eigeninitiative, erneut weltweit in den Schlagzeilen. Und zwar mit der Reinigungsaktion der amerikanischen Präsidentenköpfe am Mount Rushmore. Nach meiner Einschätzung eine der außergewöhnlichsten und spektakulärsten Kultursponsoring- und PR-Aktivitäten, die sich jemals ein Unternehmen ausgedacht hat.
Überhaupt ist Kärcher ein mustergültiges Studienobjekt für die Prozesse erfolgreicher Unternehmensführung und Markenbildung. Deren Grundlage wird am beeindruckendsten in dem nachfolgenden Schaubild von Kärcher deutlich. Man kann es nicht oft genug wiederholen, was ein Unternehmen am vordringlichsten braucht: Patente, Patente, Patente.




Hallo Herr Kreutz. Es freut mich sehr sie als Blogschreiber begrüßen zu dürfen. Könnten sie bitte dafür sorgen dass ihr Fließtext etwas größer wird? 10px sind doch zu schwer zu lesen.
Kommentiert von: Mimo | 13. Februar 07 um 12:48 Uhr