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« Februar 2007 | Start | September 2007 »
Morgen geht mein 100 Tage Blog-Experiment zu Ende. Ja, so schnell vergeht die Zeit. Deshalb ist heute Aufräumen angesagt. Auf dem Reißbrett lagen noch ein paar Entwürfe, keine Ahnung wofür die gut sein sollten. Vielleicht kann die ja jemand gebrauchen. Würde mich freuen.
Foto: picture-alliance/dpa
Foto: picture-alliance/akg-images/Tony Vaccaro

Foto oben: Michael Levin/Corbis; Foto rechts: DLILLC/Corbis
Who the fuck is Paul Rand? Get the facts here.
Fotos aus der aktuellen JIL SANDER-Kampagne
Fällt dazu jemandem was ein? Wie ich höre, sind die Verantwortlichen noch auf freiem Fuß.
Für einen in Stuttgart geborenen, wie mich, ist „der Japaaaner” ein Mensch, der nicht schwäbisch schwätzt. Auch die bloße Kenntnis des Schwäbischen ist „beim Japaaaner” ungefähr genauso verbreitet wie das Verständnis „der Deutschen” für Ironie.
Nur so ist zu verstehen, dass meine in 15 Minuten am Bürocomputer zusammengebastelte Werbesatire auf die Spots des Landes Baden-Württemberg von den meisten Betrachtern ernst genommen wird. Neuerdings sogar in Japan. Finde ich sehr lustig.
Hier anschauen: www.youtube.com/watch?v=ZmOHIL6PkoM
Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der UIC
„Die Kalligraphie im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit” war das Leitthema des diesjährigen Kongresses der Internationalen Kalligraphen-Vereinigung, die am vergangenen Wochenende erstmals auf deutschem Boden stattfand. In einer Art Performance demonstrierten einige Teilnehmer der Düsseldorfer Veranstaltung ihre Meisterschaft. Vor zahlreich erschienenem Publikum transformierten sie mit subtilem Witz Angebote ortsansässiger Reiseveranstalter in kalligraphische Kleinkunstwerke. Die Objekte bleiben noch bis zum Sommer im Obergeschoss des Düsseldorfer Flughafens ausgestellt. Unbedingt anschauen.
Mehr "Düsseldorfer Kongress konstatiert Renaissance der Kalligraphie " »
DEUTSCHE BLOG RUHMESHALLE, eine Idee von reklamehimmel.de
Blogs sind die „Klowände des Internet”, sagte der Werber Jean-Remy von Matt. Als „Umweltverschmutzung” bezeichnete sie der Journalist Tyler Brûlé. An den „CB-Funk der siebziger Jahre” fühlte sich der TV-Produzent Friedrich Küppersbusch bei all dem „Gequatsche im Internet” erinnert. Drei erfolgsverwöhnte und medienverhätschelte Männer aus drei unterschiedlichen Kommunikationsdisziplinen, allesamt schon nicht mehr ganz taufrisch, äußern sich unisono despektierlich und überheblich über ein neues Medium (und dessen Nutzer), das es früher, als sie selbst noch jung waren, noch nicht gab.
Warum tun die das, fragt man sich verwundert. Dilettantismus und Geldverschwendung im Großmaßstab in der Werbung, Sittenverfall im Journalismus, Massenverdummung im Fernsehen – jeder hätte doch jede Menge Anlass gehabt, erstmal vor der eigenen Haustüre zu kehren. Warum beschimpfen die kollektiv ausgerechnet jene, die auch die Produkte ihrer Auftraggeber kaufen, ihre Magazine lesen und ihre TV-Sendungen anschauen sollen? Woher kommt das Bedürfnis, die zu denunzieren, um deren Gunst sie gleichzeitig buhlen? Sind die drei schizophren? Sind es Berufszyniker? Leiden sie an verbaler Inkontinenz? Sind sie betriebsblind? Haben sie Wahrnehmungsstörungen? Fühlen sie sich persönlich bedroht? Haben sie Schiss vor Kontroll- und Bedeutungsverlust? Oder sind sie einfach nur stinksauer, weil sie, wie ich, zu blöd zum Bloggen sind?
Sollte Letzteres zutreffen, hier mein Vorschlag zur Güte. Ihr Blogger da draußen in der Blogosphäre, seid barmherzig und nehmt sie auf in die DEUTSCHE BLOG RUHMESHALLE. Oder gibt es Einwände? Oder gar weitere Namensvorschläge? Bitte um Kommentare und Aufnahmeersuchen.
Deutschlands führende Privatbank überrascht mit Leistung durch Leidenschaft.
Ehrlich gestanden, ich bin jetzt richtig erleichtert. Mit meinem Aufruf „Enteignet E.on!” vom 11. Dezember war ich noch ziemlich allein auf weiter Flur. Zwar zeigte die Webstatistik über hundert Besucher aus dem Deutschen Bundestag (die sich natürlich auch für den Beitrag über das Grünen-Logo interessiert haben), aber außer einer aufmunternden E-Mail aus einer Kartellbehörde und einem einzigen Kommentar war die Reaktion gleich null.
Das ist Deutschland 2007. Eine funktionierende soziale Marktwirtschaft und Demokratie hatte ich mir auch mal anders vorgestellt. Gottseidank gibt es noch die Deutsche Bank. Danke, Herr Ackermann!
Bildschirmfoto des WIKIPEDIA-Eintrags über „Typografie”
In meinem beruflichen Umfeld beobachte ich seit geraumer Zeit und mit wachsender Sorge das Phänomen, dass zu Recherchezwecken immer häufiger exklusiv die Online-Enzyklopädie WIKIPEDIA herangezogen wird. Offensichtlich vor allem deshalb, weil es so schön bequem ist, seine Arbeit im Sitzen erledigen zu können und sich nicht zu einem Bücherregal zu Brockhaus & Co. bequemen zu müssen.
Meine Sorge gilt der Arglosigkeit, mit der WIKIPEDIA-Auskünfte für bare Münze genommen werden. Dabei war auch ich zunächst ein Sympathisant der WIKIPEDIA-Idee. Besonders der Begriff „ehrenamtliche Autoren” klang wie die doppelte Versicherung von Seriosität und Zuverlässigkeit. Überzeugt war ich vor allem von den profunden Auskünften zu drei Suchbegriffen, die ich testweise am Beginn meiner WIKIPEDIA-Erfahrung eingegeben hatte: 1. Unbefleckte Empfängnis, 2. Martin Heidegger, 3. Erik Spiekermann.
Meine anfängliche Begeisterung ist jedoch schnell in Ernüchterung umgeschlagen, je häufiger ich feststellen musste, dass die Einträge bei WIKIPEDIA keineswegs immer von „ehrenamtlicher” Qualität sind, sondern auch von Dilettanten, Psychopathen und Egomanen stammen können. Wenn ich als gelernter Schriftsetzer zum Beispiel spaßeshalber die WIKIPEDIA um Auskunft bitte, was „Typografie” ist, muss ich zwangsweise den Eindruck gewinnen, dass die mich verarschen wollen. Und zwar richtig. Oder bin ich da einfach zu empfindlich?
Henkelmänner, alle mal herhören! Zum letzten Mal, gaaaanz langsam und zum mitschreiben: Henkel ist keine Marke. Henkel ist auch keine „Brand”. Henkel ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die rote Henkel-Ellipse mit dem Henkel-Schriftzug ist auch kein Markenzeichen, sondern ein Firmenzeichen. Meinetwegen auch ein Firmenlogo, wenn es wenigstens griechisch oder lateinisch sein soll. Eure Gehälter werden Monat für Monat von einem Konto der Henkel KGaA überwiesen und nicht von einer Marke in euer Bewusstsein gehaucht, so dass ihr zwar glauben könntet, dass es überwiesen sei, ihr real aber pleite wärt.
Das vorausgeschickt, kann Henkel natürlich auch nicht „A Brand like a Friend” sein. Bestenfalls könnte Henkel mit einer Aussage wie „Brands like Friends” zum Ausdruck bringen, dass das Unternehmen ein Hersteller von Markenartikeln ist. Einer, der stolz darauf sein kann, mit überzeugenden Produktnutzen und –qualitäten zu seinen Kunden über Jahrzehnte hinweg ein Vertrauensverhältnis aufgebaut zu haben. Deshalb steht richtigerweise auf Verpackungen von Henkel-Produkten zusätzlich zu deren Markennamen stets der Hinweis „Qualität von Henkel”. Worunter auch ein Volltrottel Qualität der realen Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien versteht und nicht die „Qualität” einer imaginären Marke Henkel. Das alles habe ich eurem Chef aber schon mal in einem ganzseitigen Essay im Berliner TAGESSPIEGEL geschrieben. Der Titel: Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? Hat aber offensichtlich nichts geholfen.
Ein herrlicher Text- und Bildband von einem der berühmtesten Deutschen. Mehr
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ADC-prämierte Markenlehre am Praxisbeispiel Pablo Picasso. Mehr
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Fallstudien über das Entstehen von Marken. Mehr
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Ein Buch über Marken in Zeichen, Symbolen, Gesten und Bildern. Mehr
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Der Klassiker über die Entstehung der Marke Yello Strom. Mehr
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