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« Muss Werbung kreativ sein? | Start | GEGENDARSTELLUNG: Dr. Klaus Maier und Dr. Olaf Göttgens – KEINE Superstars am schwäbischen Markenmanagement-Sternenhimmel »

23. Oktober 07

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Dr. Klaus Maier und Dr. Olaf Göttgens – die neuen Superstars am schwäbischen Markenmanagement-Sternenhimmel:

Kommentare

Michael Friedrich

Kampannen und Markengeschwurbel haben die Sternchen doch unmöglich alleine aus den dünnen Brettchen gebohrt - da standen ihnen garantiert jede Menge Agenturstrategen und Topkreative willfährig zur Seite. Ausser den Reitern sollte es auch die Rösslein treffen.

Und apropos Ohrfeigen: Der Fairness halber sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass Mercedes-Benz in der Ära Edzard Reuter in Zusammenarbeit mit S&J die mit Abstand beste Markenkommunikation im Lande lanciert hatte. Legt man die Sachen von heute daneben, dürfte man sich für einen gebrauchten Mercedes aus den 90er Jahren entscheiden.

Michael Friedrich (W124)

Lothar Baier

Ja - damit wird es immer klarer: Das 21. Jahrhundert wird als das Jahrhundert des Bullshit-Bingos in die Geschichtsbücher eingehen.

Ihr Business und Marketing BLOGGER

Kompliment Kompliment!!! Einfach nur gut zu lesen. Danke für den Artikel

Jürgen Linsenmaier

Marc

Das erinnert mich an einen gewissen "Dr. Klon". Was ist eigentlich aus dem geworden?

Jörn Schröder

... es nervt wenn diese Manager ständig erzählen müssen, wie die Marke jetzt visuell umgesetzt wird (und das finde ich beim neuen CD jetzt auch nicht gerade revolutionär). Niemand redet aber über die Marke hinter dem Markenzeichen, die Inhalte die Philosophie, die Werte. Wenn die nicht stimmen, kann das Markenzeichen noch so schön sein, es ist trotzdem tot und leer. Und dann ist es auch egal ob es oben, unten, rechts oder links steht. Erstmal den Inhalt, dann die Verpackung.

Kai Merker

Da musste aber mal was raus. recht so!

blogschrift

OHne direkt in der Branche zu sein:
Neben dem ganzen hohlen Markengeschwurbel fällt doch in letzter Zeit auch der arge Qualitätsverfall der MB-Werbung auf.

Dieses Sich-nur-auf-die-Tradition berufen, das großsprecherische "Manche Statements müssen auf Asphalt stehen" (Plakat-Claim für die sich überhaupt nicht verkaufende R-Klasse), das nur noch aufs Repräsentieren abhebende Wording, all das wirkt doch sehr sehr einfallslos, ohne wirkliche Ideen, man verläßt sich auf nur Bestehendes, ohne die Marke wirklich weiterzuentwickeln (und das fehlt auch dem neuen Markenprofil).

Wenn ich dagegen an die früheren selbstironischen Werbespots mit der Ohrfeige, mit Häkkinen u.ä. denke, da kam eine lockere, selbstsichere, die eigene Biederkeit ironisierende Marke rüber.

Aber wahrscheinlich war früher einfach eh alles besser...

Spiegel online vom 25.10.

ABGESOFFEN!

Am 25.10. verbreitet SPIEGEL Online die Erkenntnis der Sternchen, das man die letzten 20 Jahre das Logo des Unternehmens nicht richtig hätte drucken können. Originalton:

"Außerdem haben die so genannten Brand-Designer bei der Umgestaltung gleich noch ein Problem gelöst, mit dem selbst moderne Druckmaschinen stets zu kämpfen hatten: Die feinen Linien, die den Stern auch auf Papier dreidimensional erscheinen lassen sollten, soffen bislang beim Druck fast immer ab. Aus diesem Grund gibt es sie nun nicht mehr, der Stern ist jetzt optisch platt."

Das bin ich nun auch.

Michael Friedrich

Zur kompletten Meldung: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,512860,00.html

Christian

Die Herren werben gerade auch in einer Community für 25 - 35-jährige für ein Gefährt im Premiumbereich:

http://www.neon.de/kat/gallery/bild/108378/?comingfrom=neueste&bildid=108378

Der Link zum Film: http://www.floaded.com/films/erlkoenigin

Ich will ein Poster! Und wenn ich groß bin, eins mit Autogramm.

Wilhelm E. Opatz

Der Mann ist gut!!! Ist mir egal, gegen wen er in den Krieg ziehen will, die Kriegserklärung zu lesen ist höchst amüsant – dabei bittere Wahrheit.

Michael Friedrich

Mir machet jetzt amol a Liveschalldung* in die Onderdürkheimer Vorschtandsetage, wo dodal ogaschiert über das Marke-Ding gschwätzt wird.

http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A

* Dr Dialeggt soll aber nedd darüber hinweg täuscha, dass des Marke-Ding koineswegs blos von Schwoba zu verantworta isch.

Karsten Kilian

Hallo Herr Kreutz,

Sie machen Ihrem Name alle Ehre und schlagen die beiden "neuen Superstars am schwäbischen Markenmanagement-Sternenhimmel" ans Kreuz. Dem ist nicht viel hinzuzufügen, außer dass es im Ton vielleicht etwas hart, in der Sache aber sicherlich richtig ist, was Sie anmerken.

Bleibt noch zu ergänzen, dass Mercedes ab 1. November auch mit einem neuen Sound-Logo "ins Feld zieht". Das ist aber wirklich neu ... und besonders bemerkenswert die schriftliche Wiedergabe des Sound-Logos. Bei genauerem Hinhören klingt es nämlich wie "a-la-la"... . Das ist doch mal eine Aussage! Bin schon gespannt auf Ihre Gedanken & Anmerkungen hierzu. Da schäbbert's bestimmt ganz ordentlich, Ohrensausen und Tinnitus inbegriffen. Auf dass die Herrn Maier und Göttgens bald die Sterne ganz klar vor Augen haben. Es müssen ja nicht alle sein. Einer würde schon reichen. DER Stern!

Freue mich schon auf weitere bissige Kommentare von Ihnen.

P.S.: Ihren Reklamehimmel finden Sie seit heute auch auf Markenlexikon.com verlinkt unter http://www.markenlexikon.com/experten_sonstige.html

Rulf, Paris

Nach Rücksprache mit meinen Rechtsanwälten erlaube auch ich mir in Sachen "neues" Mercedes-Benz Erscheinungsbild ein paar Bemerkungen:

Der Prof. Kurt Weidemann lieferte einst solides grafisches Handwerk ab, das jedoch auf einer sehr intelligenten Überlegung basierte: Der Stern, so der Meister damals, muss auch in gedruckten Medien dreidimensional dargestellt werden, da er den Menschen im richtigen Leben stets in seiner dreidimensionalen Form begegnet (dass er seinen plastischen Stern in spätantikem Stil gezeichnet hat, nimmt dieser Überlegung nichts von ihrer Pertinenz).

Nach dem, was hier zu lesen ist, besteht das "neue" Erscheinungsbild der Marke M-B nun offenbar darin, Weidemanns räumlichen Stern wieder in seine frühere Flachform zu plätten sowie, man lese und staune, künftig die Bild- und die Wortmarke "räumlich voneinander zu trennen".

Da Plattitüden dieser Art aber weder besonders schlau noch besonders neu sind (und deshalb gar nicht gut auf der Rechnung aussehen), haben die Düsseldorfer Markenklempner auf einen alten Trick zurückgegriffen, auf den die oberen Führungsebenen von Grossunternehmen gerne hereinfallen: Warme Management-Poesie. Mit Worten und in Versen, die nur halluzinogen angereicherten Hirnen entstammen können (siehe Zitate oben), haben sie den beiden Untertürkheimer Markendoktoren ihren flachen Humbug honorarpflichtig untergeföhnt. Und die sind nun die Deppen.

Markus Hübner

Was wäre wohl Markenführung ohne diese schwelgerische Posie?! Die Pressemitteilung ist ein Paradebeispiel wie man das aktuelle Positionierungsdefizit (wo geht diese Marke eigentlich um usw.) umschifft.

Mit einem visuellen Update und Audio-Branding versucht man die Welt doch gleich mal anders aussehen zu lassen. Aber das wird so alleine nicht funktionieren. Markenführung ohne Inhalte / Substanz kann mittel- / langfristig nicht funktionieren. Schade, dass man nicht mit klaren Botschaften an die Konsumenten herangeht die sich schon länger die Frage stellen wie begegnet Mercedes den Marken BMW, Audi, Jaguar usw. Eine klare Identität vermisse ebenso wie die Leidenschaft hinter diesem Handeln.

Koenich.Johann

Die Marke stand mal für "Die Zukunft des Automobils". Jetzt muss aufgepasst werden, dass Sie bald nicht mehr im Brockhaus nur unter "Daimler" und "Benz" zu finden sein wird.

Kebschull

Gut und nett geschrieben, Kompliment. Man sollte sich wieder darauf konzentrieren gute und chice Autos zu bauen. Gebt dem Designer und Ingenieuren Zeit und Geld. Dann kommt der Erfolg von selbst. Ich kaufe ein Auto, weil es Klasse hat – nicht weil die Werbung gut ist. Den Stern fuhren wir ca. 12 Jahre (190D, 250D), nach ca. 12 Jahren Audi sind wir jetzt bei BMW (3er Cabrio) gelandet.

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