Der genetische Code der Marke Apple
Form follows Ulm
Der auf jahrzehntelanger, stetiger Produktinnovation basierende Erfolg der Apple Inc. hat in jüngster Zeit einige betagtere deutsche „Markenexperten” dazu verleitet, die Gründe dafür den FAZ- bis ABSATZWIRTSCHAFT-Lesern mit selbstgebasteltem und dann von ahnungslosen Journalisten unredigiertem Markentheorie-Bombast verklickern zu wollen — worüber Apple-Kenner natürlich schallend gelacht haben.
Besonders köstlich fand ich, dass diese Leute, deren ästhetisches Urteilsvermögen offenkundig von Marktforschungsreisen durch deutsche Supermärkte geprägt wurde, dass diese Leute den Apple-Erfolg auch noch glaubten, mit der inhaltsbefreiten Worthülse „Design” in Zusammenhang bringen zu müssen. Das ist ungefähr so, als ob man den Erfolg eines Romans auf die Verwendung von Buchstaben zurückführen und dies dann als Entdeckung feiern würde.
Vermutlich haben diese Pseudotheoretiker noch nicht einmal was von der Ulmer Hochschule für Gestaltung gehört, auf deren Maximen schon der Erfolg der Firma Braun beruhte (siehe Abbildung oben rechts) und deren reine Lehre heute Apple in die Praxis umsetzt. Bevor einer über „Design” und den „genetischen Code der Marke Apple” schwafelt, sollte er wenigstens wissen, wo dieser Code zu finden ist: Am Hochsträß 8 in Ulm an der Donau.
Siehe auch hier.




Siehe auch hier: http://www.spiekermann.com/mten/2007/08/braun_apple.html#comments
Kommentiert von: Stefan | 20. November 07 um 11:20 Uhr
oder hier:
http://www.spiekermann.com/mt/archives/000314.html – das ist die deutsche version.
Kommentiert von: erik spiekermann | 20. November 07 um 16:02 Uhr
Sehr geehrter Herr Kreutz,
da unsere Seite ja auch zu was nutze sein will, haben wir Ihren heutigen Kommentar auf dieser kommentiert:
http://schmoll-et-copains.typepad.com/schmolletcopains/2007/11/design-genetik.html
Mit bestem Gruß
Kommentiert von: Jean Stubenzweig | 20. November 07 um 16:35 Uhr