Ex-Kanzler Dr. Gerhard Schröder und Noch-Kanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: picture-alliance/dpa)
Acht Jahre hat die CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel offensichtlich gebraucht, um die Wahlkampfstrategie und deren Motto „Die neue Mitte” zu kapieren, mit der Gerhard Schröder Helmut Kohl aus dem Amt gedrängt hat. Und jetzt kopiert sie die. So verzweifelt ist die CDU-Vorsitzende also schon, wenn sie an die Bundestagswahl 2009 denkt. Die Delegierten des CDU-Parteitags haben ihr am Wochenende dennoch verhalten zugejubelt. Wie die Gäste auf der Titanic damals dem Orchester – kurz bevor die letzten Schwimmwesten verteilt wurden.




Team SPD. Die CDU versaut es leider, indem sie den eh arg durchsichtigen Versuch auch noch so schreiend mit einem Bold-Schnitt untermauert.
Kommentiert von: Jonas | 04. Dezember 07 um 11:39 Uhr
Die Strategie der CDU ist zumindest nachvollziehbar. Die Mitte der Gesellschaft ist für eine Volkspartei ein begehrenswerter Standort. Wenn sich die SPD nun dazu entschlossen hat, lieber etwas weiter links fischen zu gehen, darf sich die Mannschaft aus dem Konrad-Adenauer-Haus wie im Kinderspiel auf den leer gewordenen Platz setzen. (Die FDP, die manchmal aufheulend von sich behauptet, bereits dort zu sitzen, befindet sich irgendwo unter dem Stuhl, unsichtbar.) So besteht durchaus eine Aussicht auf Wahlerfolge. Wie gesagt, es ist nachvollziehbar. Aber leider auch mutlos. Merkel statt Merz.
Kommentiert von: John | 04. Dezember 07 um 12:01 Uhr
Ich finde es doch leicht vermessen, so darüber zu urteilen, denn schließlich sollte man sich mal mit den aktuellen Zahlen der Umfragen beschäftigen. Also ob das etwas mit Verzweiflung zu tun hat, wage ich mal u bezweifeln.
Das nur so am Rande - kopiert ja, darüber brauch man nicht reden!
Kommentiert von: Philip | 04. Dezember 07 um 13:58 Uhr
Der Schatten. Also bitte.
Kommentiert von: ciscony | 04. Dezember 07 um 20:17 Uhr
Leider mal wieder aus dem Kontext gerissen. 1998 hat die SPD versucht, die überdrüssigen Kohl-Wähler für sich zu gewinnen, indem sie sich weiter rechts positiniert hat.
Nun positiniert sich ebensolche weiter links, um von der aufkeimenden, sozialen Unruhe zu profitieren.
Beide Male ist es die Marke "SPD", die sich dehnt. Das Bild der CDU erzeugt auch weiterhin klare Assoziationen.
Natürlich kann man grundsätzlich über die Qualität politischer Kampagnen reden. Wir können aber auch darüber reden, warum man als "erfahrener Werberprofi" überhaupt noch so belanglose Blogeinträge schreibt.
Kommentiert von: Tim° | 07. Dezember 07 um 10:49 Uhr
Leider mal wieder aus dem Kontext gerissen. 1998 hat die SPD versucht, die überdrüssigen Kohl-Wähler für sich zu gewinnen, indem sie sich weiter rechts positiniert hat.
Nun positiniert sich ebensolche weiter links, um von der aufkeimenden, sozialen Unruhe zu profitieren.
Beide Male ist es die Marke "SPD", die sich dehnt. Das Bild der CDU erzeugt auch weiterhin klare Assoziationen.
Natürlich kann man grundsätzlich über die Qualität politischer Kampagnen reden. Wir können aber auch darüber reden, warum man als "erfahrener Werberprofi" überhaupt noch so belanglose Blogeinträge schreibt.
Kommentiert von: Tim° | 07. Dezember 07 um 10:49 Uhr