Sandra Maischberger und ihr ökorrektes Baby
Offener Brief an Sandra Maischberger
Sehr geehrte Frau Maischberger,
mit der Zeugung und Geburt zweier Kinder, einer weitgehend makellosen beruflichen Karriere, der pflichtbewussten Abgabe von Stimmzetteln bei Gemeinderats-, Kreistags-, Landtags- und Bundestagswahlen (unter Berücksichtigung fast aller politischen Parteien) sowie der lebenslangen Weigerung, Steuern zu hinterziehen, habe ich – abgesehen von einigen Nachlässigkeiten bei der Mülltrennung – gedacht, meinen Pflichten als Staatsbürger und Mensch ordnungsgemäß nachgekommen zu sein. Möglicherweise nicht in allen Belangen vorbildlich, gewiss aber hinreichend.
Nun haben Sie mich in einem Video darüber aufgeklärt, dass ich mich schon als junger Vater wie ein Schwein benommen habe. Ja, ich gebe zu, Windeln bei den Ihnen verhassten US-Imperialisten gekauft und meine Kinder damit gewickelt zu haben. Und zwar nicht irgendwelche US-imperialistischen Windeln, sondern die Ihrer Meinung nach ökologisch höchst bedenklichen Windeln der auch im Fernsehsender Ihres Arbeitgebers beworbenen Marke Pampers, ein Produkt des in Ihren Kreisen vermutlich ohnehin als obskur geltenden Konsumgüter-Multis Procter & Gamble.
Es wird Sie vielleicht überraschen, dass ich mich weigere, dafür um Entschuldigung zu bitten, auch wenn das nicht den Regeln und Ritualen der von Ihnen und einigen Ihrer Kollegen in den deutschen Medien etablierten Entschuldigungskultur entspricht. Ich werde mich in dieser Sache der unendlichen Güte einer Instanz anvertrauen, die mächtiger ist als hiesige Journalisten und Fernsehmoderatoren – für wie bedeutend und unverzichtbar für das Wohl der Volksgemeinschaft sie auch immer sich halten mögen.
Mit knappem Gruß
Bernd Kreutz




uahhhhhhhhhhhhhh … Ökowindeln und auch noch bei 60°C … ich dachte schon Tempolimit sei die Höchststrafe …
Kommentiert von: Paul | 05. Dezember 07 um 07:39 Uhr