Vincenzo de Luca sagt ja. Muss er ja auch. Schließlich hat er es als Bürgermeister von Salerno persönlich in New York in Auftrag gegeben. Und zwar bei Massimo Vignelli, seinem in Gestalterkreisen seit über einem halben Jahrhundert bekannten Landsmann. Als die beiden die neue „Marke” von Salerno Ende November in der prächtigen Kulisse des Stadttheaters vorstellten, war die mediale Empörung in Italien groß. Wozu braucht Salerno überhaupt eine „Marke”, wo es doch seit Jahrhunderten so ein schönes Stadtwappen hat? Sieht diese „Marke” nicht furchtbar primitiv aus? Für den Siegerentwurf eines Studentenwettbewerbs im Frühjahr waren doch schon 3.000 Euro bezahlt worden, warum nimmt man denn den nicht? Bloß weil der Bürgermeister eine Geschäftsreise nach New York unternehmen wollte?
Sogar Oliviero Toscani, Italiens Werberlegende, zuckte nur mit den Schultern, als er zu den Qualitäten dieses Logos befragt wurde. Allerdings nicht ohne hinzuzufügen, dass er selbst Vignelli einst einen Auftrag von Benetton besorgt habe – im Wert von 1,5 Millionen. Lire allerdings. Womit zumindest die unter italienischen Männern wichtigste Frage geklärt war, wer den größten hat. Größer als der von Klaus Wowereit ist er übrigens auch, siehe hier. Sonst noch Fragen?




Mut zu weniger. In diesem Fall ist es Meer. Wie schön.
Kommentiert von: OQ | 03. Januar 12 um 13:54 Uhr
Ich sehe einen traurigen Schwan mit verkehrtem Spiegelbild. Man könnte natürlich auch noch was von Yin und Yang erzählen.
Kommentiert von: Jeff | 29. Dezember 11 um 03:31 Uhr