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13. Februar 12

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Was ist der ADC? Und ist es wirklich eine Ehre, dessen Ehrenmitglied zu werden? :

Kommentare

@Jochen Rädeker: "zum Beispiel Google-Suche: 'Bernd Kreutz': 27.000 Ergebnisse. 'Stefan Sagmeister': 531.000 Ergebnisse".

Das ist exakt die beim ADC seit langem gepflegte Eine-Million-Fliegen-müssen-Recht-haben-Denke, die unter anderem dazu geführt hat, dass heute 338 Jury-Mitglieder nötig sind, um herauszubekommen, was gute Arbeit ist.

Also lieber Bernd Kreutz, auch mit der besten Wertschätzung für die Verdienste früherer ADC Gründer und Mitglieder – das klingt doch irgendwie ein bisschen bitter …
Es waren von Anfang an doch eigentlich nicht ausschließlich hehre Ziele, die den ADC bewegt haben, oder? Und Sagmeister und Henneka sind für Ehrenmitglieder allemal eine gute Wahl und auch eine, die man als solches annehmen darf.
Herzliche Grüße,
Ute Vogt

Lieber Bernd Kreutz,

herzlichen Dank für Ihre Antwort auf meine Einladung.

Es spricht von wahrer Größe, einen Anlass, zu dessen Absage man "ankreuzen lässt", dann doch mit knapp 6.000 Zeichen öffentlicher Häme zu würdigen (oder auch hier: zu lassen?).

Von wahrer Kenntnis der aktuellen Größen spricht es, zwar die 60er-Jahre-Veteranen der Werbung als leuchtende Vorbilder zu rühmen, die die Nation berührten, auf der Suche nach Stefan Sagmeisters Einfluss auf die Gebrauchsgrafik aber ein Mikroskop bemühen zu wollen. Einfacher wäre es da, den Fokus der Suche nicht auf die Nation, sondern etwas weiter gefasst auszurichten und festzustellen, dass es da doch tatsächlich Menschen gibt, die es geschafft haben, über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus andere Menschen zu berühren. Das herauszufinden, geht heutzutage über neumodischen Kram wie das Internet ganz einfach (zum Beispiel Google-Suche: "Bernd Kreutz": 27.000 Ergebnisse. "Stefan Sagmeister": 531.000 Ergebnisse). Gewiss, "der ADC wurde mit jedem neugewonnenen Mitglied mittelmäßiger". Es ist wohl wahr, dass Volontäre wie Giovanni di Lorenzo und Jan Weiler oder Junior-ADs wie Marcello Serpa und Hobbybastler wie Hartmut Esslinger geeignet sind, das Ansehen des heutigen ADC schwer in Verruf zu bringen. Zumal sie, pfui aber auch, nicht alle in der Werbung arbeiten.

Von wahrer menschlicher Größe indes spricht es, die verbalen Dreckkübel nicht nur über dem Club (der ist es seit Jahrzehnten gewohnt, schließlich liegt das Image der Beschäftigten der Werbebranche im aktuellen FAZ-Branchenindex direkt hinter dem der Müllabfuhr), sondern auch über den zu Ehrenden auszukippen, zu denen zumindest einer gehört, der den eigenen Weg über Jahrzehnte mitbegleitet und möglicherweise auch für die Einladung gesorgt hat, falls den Clubverantwortlichen die wahren, dem Anlass im Publikum den wahren Glanz verleihenden Werbe-VIPs aufgrund fortgesetzten Kompetenz-gegen-Masse-Austausches entfallen wären.

Chapeau, lieber Herr Kreutz: Die wahren Größen gehören natürlich, so wissen wir nun endlich mit Gewissheit, nicht in den ADC, sondern in den Reklamehimmel. Und können da an der Tür stehen und die ganzen ADC-Mitglieder zur Hölle schicken.

Aus selbiger grüßt wärmend nach oben in die gute alte Zeit
Ihr
Jochen Rädeker
Präsidiumssprecher des Art Directors Club

lieber kreutz,
nix gegen ihre sicht von aussen. im jahre 2000, an ihrem fünzigsten, "versprachen" sie mir, dem adc beizutreten. selbst wenn sie danach wieder ausgetreten wären, hätten wir heute auch eine innensicht von ihnen. schade.
bestgruß, ihr dh

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