„Herzlich Willkommen beim offiziellen Schlecker-Blog.”
Durch einen ungeplant veröffentlichten Brief des Leiters der Schlecker-Unternehmenskommunikation, Florian Baum, an ein Mitglied des Erlanger Vereins zur Sprachpflege e. V. ist der Autor in schwere Bedrängnis geraten, und sein Arbeitgeber steht im Regen. Aber nicht in irgendeinem Regen: Über das ohnehin gebeutelte Unternehmen ist ein Sturm der Entrüstung hereingebrochen, ein Shitstorm auf gut Deutsch, das heißt: Es regnet Jauche. Auf das Ehinger Schleckerland, aber auch auf die ehemalige Ulanenkaserne in Düsseldorf. Das Schlecker-Bashing geht munter weiter, und da hatte man vor Ort im Schwäbischen schon gedacht, die schweren Jahre mit den schmerzhaften Schlag-Zeilen seien endlich vorbei.
Woher kommt dieser Regen? Er ist kein Naturereignis, er kommt ja nicht vom Himmel, sondern aus den C-Rohren der haupt- und nebenberuflichen Entrüster, die immer zur Stelle sind, wenn’s irgendwo ordentlich stinken soll. Eine wohlfeile Aufregung austrainierter Empörungsprofis und trittbrettfahrender Dilettanten, die sich grossmütig als Sachwalter der Interessen der Schlecker-Kunden aufspielen, sich selbst aber zweifellos zu den von Herrn Baum ausgemachten oberen fünf Prozent zählen, die nie im Leben eine Schlecker-Filiale betreten müssen.
Keine Frage, Herr Baum war unvorsichtig, und zwar in doppelter Hinsicht: Er hat in einem halboffiziellen, mehr oder weniger vertraulichen Brief an den Erlanger Sprachpfleger Dr. P. W. nicht nur die Schlecker-Kundschaft aufgrund vorliegender Erhebungen und




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