reklamehimmel: Muss Werbung kreativ sein?

« Extraordinär: VOGUE schießt im Irak | Start | Dr. Klaus Maier und Dr. Olaf Göttgens – die neuen Superstars am schwäbischen Markenmanagement-Sternenhimmel »

19. Oktober 07

Kommentare

Werbung an sich muss nicht kreativ sein.
Der Gedanke hinter der Werbung jedoch schon.
Es wird geschätzt das man bis zu seinem 18 Lebensjahr ca 500.000 Werbeplakate gesehen hat. An der Farbe wird dort im allgemeinen nicht gespart und so entsteht meiner Meinung nach der Eindruck von etwas "verschwommenen".

Nach Jahrzehnten der Reizüberflutung wünscht sich das Auge meiner Meinung nach wieder einen starken Kontrast. Klare Linien ohne viel Schnick Schnack.

Die oben gezeigte IPhone Werbung hat genau dieses Prinzip brilliant umgesetzt! Größtmöglicher Kontrast und auf das Wesentliche reduziert.
Und genau das ist die Strategie des IPhones. Sie wollen sich abgrenzen von anderen Firmenphilosophien. Und was unterscheidet das Handy von anderen ? Einzig und allein der Technische Stand des Displays und dessen Funktionen im allgemeinen.
Jedoch ist das IPhone trotz seines relativ kleinen Vorsprungs an Technik ganz oben.
Entweder man hat, oder hasst es !

Und was dabei "Wahr" ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Zumindest gibt es genug Menschen die glauben zu meinen das sie unbedingt dieses IPhone bräuchten ;)

Zunächst einmal halte ich die Wahrhaftigkeit im Internet für eine Illusion. Das geht los bei Nicknames, geht weiter bei gefälschten oder veränderten Fotos und hört letzten Endes bei Geschichten wie Wikipedia auf, wo derjenige bestimmt was wahr ist und was nicht, der den längeren Atem hat.

Im Internet kann ich lügen wie ich lustig bin, passiert schon nix. Wenn aber Werbung lügt - offline wie online - dann hat die Marke ein Problem. Glaube ich jedenfalls. Wobei es natürlich auch "Marken" gibt, denen das scheißegal ist. Die machen aber ja auch keine Werbung sondern Spam.

@ ramses:
glauben sie denn dass sich das wahrhaftige in unserer immer transparenteren internetwelt auch auf die "reale" welt durchschlägt?

@Mimo: Ich würde es da mit dem McCann-Motto halten: Truth Well Told. Bzw. mit dem wahrsten aller Sprichworte: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht.

Wenn die Werbung verspricht, was das Produkt nicht hält, kaufe ich es exakt ein Mal. Und ab dann hör ich nicht mehr hin. Ich bin zum BEispiel auf ein Buch aus dem Hause Riemann hereingefallen. "Der Kultur-Code" von Clotaire Rapaille. An sich ein gutes Buch, nur wird auf dem Klappentext erzählt, es würde die Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturen durchleuchten. Es geht allerdings in dem Buch nur um Amerika.

So kann man es nicht verkaufen, dachte sich der Verlag, also schreiben wir halt was anderes drauf, damit es sich in Europa besser verkauft. Damit hat der Verlag bei mir verschissen. Spontan und ungeprüft werde ich von denen jedenfalls nie wieder was kaufen.

Und das dürfte anderen Leuten ähnlich gehen. Von mir aus auch mit Tütensuppen, Klopapier und Telefonen.

Den letzte Satz aus dem von Ihnen zitierten letzen kreativen Spot (Think Different) hat vermutlich Jobs selbst geschrieben (und dann iMac und iPod erfunden):

... because the ones, that are crazy enough to think, that they can change the world, are the one, who do!

ja, da muss ich ihnen recht geben. werbung muss nicht kreativ sein. sie muss wirken.
eine frage hätte ich an sie:
muss werbung ehrlich sein?

Die Kommentare dieses Eintrags sind geschlossen.

Buchempfehlungen


  • Aufsatz über das dümmste Wort der deutschen Werbung.


    Preisgekrönte Markenlehre am Beispiel von Pablo Picasso.


    Fallstudien über das Entstehen von Marken.


    Alphabetischer Schnellkurs in Bildern über das Wesen und die Wirkung von Marken.


    Standardwerk über die Entstehung einer Erfolgs-Marke.


    Alles, was Firmengründer über Marken wissen müssen.


    Eine Karriere in Bildern. Mit einem Schlusswort von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner.