reklamehimmel: Textkritik für Anfänger – heute mit Dr. Olaf Göttgens

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29. November 07

Kommentare

klasse beitrag. musste des öfteren mal schmunzel. einfach super geschrieben.

Endlich!

Kommt aber leider zu spät, die Marke rauscht schon in den Keller.

Die allergrößte Leistung des "Reklamehimmels" aber ist doch, dass hier die Dinge nicht nur beim Namen genannt werden, sondern dass das in der guten alten deutschen Sprache geschieht - und nicht im sonst üblichen Marketing- und Manager-"Neusprech". Schließlich wurde die "Kritik der reinen Vernunft", der "Faust" und der "Zauberberg" auch in - hört, hört - Deutsch geschrieben, eine Sprache, die bei Schülern gefürchtet ist, weil man die Dinge hier sehr klar und präzise ausdrücken kann. Vermutlich ist das der Grund, warum sie in gewissen Werbe-Kreisen gemieden wird und durch etwas ersetzt, das nur noch die Imitation von Sprache ist.
Dank also an Bernd Kreutz für die Deutsch-Übersetzungen von Werbe-Neusprech.

mit spitzer feder furios geschrieben. großartig. wie erfrischend ist es, wenn jemand wie b. kreutz einen recht nebulös gehaltenen text dank profunden wissens zer- und widerlegt. ein leuchtturm im meer der unternehmensberater und manager.

wie freue ich mich auf das kommende kreutz-buch über marken!

@Daniel Ullrich
Das Problem der Marken-Hitparaden von BBDO/Interbrand/MB ist doch, dass z.B. die "Deutsche Bundesbahn" von heute auf morgen in "Deutsche Bahn" oder "Die Bahn" umgetauft werden kann. Wo bleibt denn da die Marke? Und wo die Konstante, das Kontinuierliche? Oder muss man etwa "Bahn" als Marke (oder gar "Markenkern") betrachten?
Sie haben recht, wenn Sie schreiben, dass niemand einen DaimlerChrysler fährt. Aber gleichwohl geben auch heute noch viele Mercedes-Fahrer (damit) an, einen Daimler zu fahren - obwohl es sich hier markenmässig gar nicht um einen Mercedes-Benz, sondern um einen Jaguar handelt.

Eine Marke ist für mein Verständnis die kontinuierliche Wert, der zu einem Produkt zugehörig empfunden wird. Und „Deutsche Telekom“ ist doch die Konstante hinter dem Produkt-Marken-Chaos, daher verstehe ich Deutsche Telekom schon als Marke. (Man hat einen Telekom-Anschluss und nicht einen T-Com-/T-Online- bzw. T-Home-Anschluss). Im Gegensatz dazu fährt niemand einen DaimlerChrysler, da ist Mercedes-Benz die Konstante.

Lieber Bernd Kreutz, falls Sie eine Abneigung haben gegen Leute, die Ihnen ständig auf die Schulter zu klopfen beabsichtigen, so werden Sie mich hassen müssen. Aber hören Sie bitte trotzdem niemals auf mit diesem Blog.

also ich kann mir gut vorstellen, dass herr dr. göttgens ein wenig in der klemme saß. als »CEO« einer firma, die agenturen vereint, die werbung machen für, mit sicherheit ein paar der oben genannten unternehmen. dann noch das handelsblatt, welches auch gerne anzeigen von oben genannten unternehmen drucken möchte. das zusammen lässt bestimmt schonmal das rückgrat ein wenig weich werden, wenn man noch pläne hat im leben.

ganz offensichtlich kommt er damit bei den konzernen durch. im grunde macht er damit nur seinen job: sich bei potentiellen kunden anbiedern.

vielleicht sollte man eher die konzerne angehen, die sich darauf einlassen, denn dort scheinen ja solche argumente auf große offene ohren zu stoßen?

Ich musste doch sehr schmunzeln... Wirklich gut geschrieben und argumentiert!

Brilliant!

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