reklamehimmel: Jochen Rädeker, Präsidiumssprecher des Art Directors Club für Deutschland (ADC), beleidigt Abgeordnete des Europäischen Parlaments pauschal als hirnlose Einknicker und Stümper

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08. Juli 12

Kommentare

It is absolutely hysterically funny to hear Jochen Radeker speak of plagiarism and the protection of brands, products and intellectual property. I mean hysterical!

We recently wrote an in depth piece on Radeker which clearly showed his own hand in plagiarism- including links. And now we see his attention seeking opinion on that very subject.

This is too funny. Did you know for example that until last week Jochen Radeker was still calling himself (in several articles) the CEO of ADC Germany- although he was pulled from that position eight months ago?

Finally, after our reporting and after last weeks ADC Munich meeting Radeker pops-up using his actual title 'spokesperson'... But... He felt compelled to add the word 'executive' to it for the very impressive "Executive Spokesperson' result. We asked Radeker if there is a non executive spokesperson at ADC.... No answer.

I am actually laughing too hard to continue writing here but if you would like to see the documented places where Radeker was involved in plagiarism and more of his seemingly deep need for constant attention- here is the link.

http://southbeachnews.blogspot.com/2012/07/does-arir-kassaei-await-apology-from.html

Thank You / Thanks for the laugh!

Lieber Herr Kreutz,

Lesen bildet. Manchmal erweitert es sogar den Horizont: Ihr Vokabular ("Das Dümmste, das Wirrste, Durchgeknallt, grandiose Einfalt") scheint mir tatsächlich noch eine kleine Spur differenzierter gewählt zu sein als das meines damit gewürdigten Statements.
Lesen hilft aber auch, wenn es um Inhalte geht. Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass Sie mich in Ihrer Bildunterschrift als ACTA-Befürworter ausweisen, was ich mitnichten bin. 90% meines Textes kritisieren den Entstehungsprozess dieses Gesetzesvorhabens auf Seiten der EU-Kommission und fordern, ein so wichtiges Thema wie den Schutz geistigen Eigentums professioneller anzugehen.

Erstaunlich aber, dass es offensichtlich ausreicht, in einem weitgehend kritischen Artikel zu ACTA am Rande auch einige wenige radikale ACTA-Gegner zu kritisieren, um sofort zur Zielscheibe übelster Beschimpfungen zu werden. Wobei sich meine Kritik nicht gegen den respektablen, absolut unterstützenswerten, demokratischen öffentlichen Protest richtete, sondern nur gegen eine kleine, radikale Gruppe, die sich nicht scheute, Befürworter mit illegalen Methoden bloßzustellen.

Ich kann Ihnen versichern, lieber Herr Kreutz: Gegen manche Blogeinträge aus dieser Ecke ist das von Ihnen gewählte Vokabular noch geradezu kuschelig, da müssen Sie noch ein wenig üben. Und nur diese Leute habe ich kritisiert: Solche, die angeblich für die Freiheit des Internets kämpfen – um es dann für Diffamierungen zu nutzen, die in einer demokratischen Gesellschaft nirgendwo Platz hätten. Vor eben denen mag mancher Parlamentarier eingeknickt sein. Im Ergebnis wurde dann das miserabel vorbereitete Abkommen pauschal abgelehnt. Vom Europaparlament hätte ich mir eher gewünscht, sich inhaltlich mit der Notwendigkeit des Schutzes von Marken, Produkten und Urheberrecht intensiv auseinander zu setzen und konkrete Veränderungen an ACTA vorzuschlagen. Da, und nur da, hätte ich mir mehr Differenzierung bei unseren Abgeordneten gewünscht, denn einige Millionen europäischer Wahlbürger leben von ihrer Kreativität – oder versuchen es zumindest.

Im Ergebnis haben wir nun gar nichts, was kreative Leistung im Web schützt, bis auf einige international nicht durchsetzungsfähige nationale Regelungen. Das sollte auch Sie als Kreativen nachdenklich stimmen.

Herzlich,
Jochen Rädeker
Präsidiumssprecher des ADC


PS: Rücktrittsforderungen, bei allem Respekt, höre ich mir dann doch lieber von Menschen an, die Mitglied in diesem Club sind, als von solchen, die ihn ohnehin für "herabgewirtschaftet und bedeutungslos" halten (Zitat B. Kreutz), ihre im Selbstverlag erschienene Selbstdarstellung aber dann trotzdem zu seinem Wettbewerb einreichen.

Eins muss man natürlich wissen: Der Autor dieser Gegenrede ist der größte ADC-Möger östlich der Atlantikküste. Meine Unterstützung (mit Haut, Herz und Haar) hat Jochen Rädeker, so oder so. Vielleicht wäre sein Statement auch etwas kürzer gegangen. Was soll's.

"Denn wer schreibt, komponiert oder gestaltet, forscht oder produziert noch, wenn die Ergebnisse [...] von niemandem mehr bezahlt werden?"

Wieviel Kultur(verständnis) hat eigentlich dieser Herr, der meint, die Lust, das Bedürfnis, der Zwang zum Schreiben, Komponieren, Forschen und Produzieren sei abhängig davon, wieviel Kohle am Ende dabei rüberkommt? Wenn das stimmte, gäbe es die gesamte morgen-, mittag- und abendländische Kultur nicht.

Wieder einmal entlarvt dieses "Statement", welche Ignoranz die heutigen ADC-Granden in Sachen Internet pflegen. Noch immer sind sie in ihrer kuscheligen Gutenberg-Galaxie verhaftet und haben nicht begriffen, dass dieses Gesetz in letzter Konsequenz das Ende des freien Internets bedeutet hätte -- und damit das Ende des grössten kreativen Freiraums der Menschheitsgeschichte.

Davor zu warnen und dagegen zu protestieren hätte Anliegen eines Vereins von so genannten "Kreativen" sein müssen (was aber nicht heissen soll, dass sich noch irgendjemand für Anliegen des ADC interessiert).

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